Höchste Luftsprünge und tiefste Besinnung. Was sich auf den ersten Blick auszuschließen scheint, trifft hier aufeinander und verschmilzt zu einer sportlich-meditativen Symbiose: Yoga am Trampolin. Unser Erfahrungsbericht mit Video.
Yoga am Trampolin – ist das überhaupt möglich? Wir haben unsere flatternden Helden-Umhänge gegen stretchtaugliche Yogini-Outfits getauscht und Trampolin-Yoga für euch getestet.
Wie es sich auch in einem Yoga-Studio gehört, ziehen wir uns erst einmal in einer der zwei Umkleidekabinen um und schlüpfen in ein sporttaugliches, bequemes Yoga-Gewand.
Wichtig für Trampolin-Neulinge: In Trampolin-Anlagen herrscht Anti-Rutsch-Socken-Pflicht. Wer nicht in Besitz solcher, mit Noppen versehener, Strümpfe ist, kein Problem. Man kann vor Ort ein paar stylisch-blaue JumpMAXX-Socken um 2,50 Euro erwerben.
Während des Yogas ist der sonstige Betriebe geschlossen. Uns Yoginis, die gerade herauszufinden versuchen, durch welches Nasenloch beim Einatmen mehr Luft einströmt, freut’s. Wird man so doch nicht von einem fliegenden Trampolinturner überrascht. Sobald die Yoga-Stunde startet, verlassen die übrigen Gäste die Halle. Das Licht wird gedämmt und meditative Klänge ertönen aus den Boxen. Die sonst so tumultige Jumping-Halle verfällt in eine samtweiche Ruhe. Wir sitzen im Schneidersitz auf unseren Trampolins vor Natali von Aurora Yoga, unserer heutigen Lehrerin, und leiten mit einem “Omm” das Training ein.
Hier ein paar Video-Impressionen von unserem Test im JumpMAXX in Wien 23, damit ihr einen guten Eindruck kriegt, wie das Ganze in Bewegung aussieht:
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Mehr InformationenBeim anfänglichen Schneidersitz, der unter den Yoginis als “Sukhasana”oder “Lotussitz” bekannt ist, spürt man noch keinen wesentlichen Unterschied zum “normalen” Yoga. Doch das ändert sich sofort, als wir die Position verändern und vom “herabschauenden Hund” (bei dem Hände und Füße am Trampolin sind, während wir unsere Gesäße gen Himmel strecken) in die Position des Kriegers 3 wechseln.
Auch ohne Trampolin ist der Krieger eine herausfordernde Yoga-Übung. Denn diese Position verlangt dem Körper einiges an Stärke und Stabilität ab. Auf federndem Untergrund ist diese Herausforderung nochmal viel größer! Gelingt es, in einen ruhigen Stand zu kommen, spürt man am Trampolin bei dieser Position jeden einzelnen Muskel.
Doch wo in Sachen Schwierigkeitsgrad Schatten, da ist auch Licht: Durch das Trampolin erlebt man einige Yoga-Übungen intensiver, andere wiederum lassen sich durch den elastischen Untergrund viel einfacher ausführen. Dazu zählt die Taube, die “Kapotasana”. Das ist eine Yoga-Übung, bei der die Hüfte geöffnet wird. Weil es enorm wichtig ist, dass die Hüfte in dieser Position nicht überdehnt wird, ist das Trampolin das optimale Werkzeug. Die Federung verhindert eine Überlastung.
Eines steht fest: Die Yoga-Klasse am Trampolin ist auf jeden Fall eine intensive Erfahrung. Empfehlen kann man sie jedem, der Lust hat, etwas Neues auszuprobieren. Einerseits freuen sich Anfänger: Der elastische Untergrund hilft, leichter in vertiefende Positionen hinein zu kommen. Zusätzliches Plus: Wenn man mal aus einer Yoga-Position herausfällt, dann fällt man sehr weich!
Andererseits ist Trampolin-Yoga eine spannende Herausforderung für Fortgeschrittene. Der nachfedernde Boden erfordert mehr Balancegefühl bei stehenden Positionen. Andere Muskeln können dadurch aktiviert und trainiert werden. Eine höchst willkommene Abwechslung und Bereicherung im vielfältigen Yoga-Kanon.
Achtung: Aktuell wird im JumpMAXX leider kein Trampolin-Yoga angeboten. Sollte es sich daran etwas ändern erfährt ihr sofort hier bei uns.
Trampolin-Yoga ist einmal etwas ganz anderes. Es kombiniert die spirituellen Übungen des Yogas mit einem neuen Trainingsgerät. Der sonst stabile Boden wird durch das federnde Trampolin ersetzt. Das Training auf Händen und Beinen wird dadurch intensiver und herausfordernder. Neue, vielleicht noch “unbekannte” Muskeln werden aktiviert. Übungen im Sitzen oder Liegen sind oftmals einfacher. Damit ist sowohl was für Neueinsteiger als auch für Fortgeschrittene etwas dabei.
Fotos: (c) heldenderfreizeit.com
Dieser Artikel kam im Zuge einer Kooperation mit MAXXentertainment zustande.
Der Chefredakteur der Helden der Freizeit hat das Onlinemagazin 2016 ins Leben gerufen und ist seit 2000 als Sportjournalist im Einsatz. Bei heldenderfreizeit.com ist er spezialisiert auf actiongeladene Outdoor-Aktivitäten, Ausflüge, Videos, Spiele, Filme, Serien und Social Media.